Gestern
Ich weiß: “Gestern” ist ein komischer Titel für einen Blog. Und doch erfasst er an sich alles, was ich ausdrücken möchte. – Rein prinzipiell bin ich nämlich dem Versuch unterlegen, zu versuchen, alles, was ich tue, zu betiteln. Leider gelingt das gelegentlich eher schlecht als recht, weshalb ich manchmal zu zusammenfassenden Begriffen greifen muss. In diesem Fall ist es eben “gestern“.
Gestern hatte ich Geburtstag. (“Happy Birthday to me!” ∗sing∗) Jedenfalls gab es abends eine kleine Feierlichkeit und irgendjemand hat mir meine alkoholfreien Cuba Libres mit Rum versetzt. (An dieser Stelle spreche ich mich von jeder Schuld frei.) Leider führte das zu seltsamen Begebenheiten. Da ich, wenn ich angeschickert bin, jeden besonders gern habe, musste ich meinem neuen Freund sagen, wie sehr ich ihn mag, was dann allerdings in einem “Ich liieb dich sooo!” endete, während ich ihm um den Hals viel und ihm den Kopf kraulte, als wäre er ein Welpe. Er fand es lustig und wird mich wohl auf ewig damit aufziehen.
Apropos Welpe: Ich habe eine kleine Katze. Sie ist klein, niedlich und verspielt. Mit meinem gestrigen zustand ergibt das eine ungünstige Kombination, da ich ihre Spielzeugmaus direkt vor das Plissee am Fenster hielt, wodurch “Luna” den Fensterbehang samt Maus erkrallte und ich nun die Möglichkeit habe, mir stattdessen neue Faltstores zuzulegen. Nicht weiter schlimm. Aber erstmal bissel unschön.
Naja und schließlich passierte mir das Malheur des Jahrhunderts, welches mich endgültig darüber belehrte, warum man in der Badewanne
niemals ein Handy benutzen sollte. (Oder angetrunken baden sollte, obwohl im Wohnzimmer Gäste sitzen.)
Auf jeden Fall sah ich wie in
Zeitlupe mein heißgeliebtes, eigentlich unkaputtbares Handy ins Wasser gleiten, erlitt einen hysterischen Schock, riss es panisch aus dem
schaumigen Nass und verpackte es sicher in Handtüchern.
Das Fazit des Abends: Aufpassen, wer einem Cocktails mixt, nicht mit Katzen in Fensternähe spielen. Und, last but not least: Alte Nokia-Handys sind unzerstörbar.